Nachdem am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) in Halle kürzlich die Qualifizierung der ersten pädagogischen Unterrichtshilfen (pUH) begonnen hat, setzt das Land Sachsen-Anhalt den Ausbau dieser neuen Personalkategorie konsequent fort: Zum Schuljahr 2026/2027 werden insgesamt 132 Einstellungsoptionen für pädagogische Unterrichtshilfen an Sekundar-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen ausgeschrieben. Die Ausschreibung ist auf der Internetseite des Landesschulamtes Sachsen-Anhalt veröffentlicht.
Bildungsminister Jan Riedel erklärt:
„Mit den pädagogischen Unterrichtshilfen gehen wir einen wichtigen Schritt, um unsere Schulen zukunftsfest aufzustellen. Während die ersten pUH derzeit qualifiziert werden, schaffen wir mit der neuen Ausschreibung bereits weitere Perspektiven. Die pädagogischen Unterrichtshilfen stärken die Zusammenarbeit in den multiprofessionellen Teams an unseren Schulen, erweitern die pädagogischen Möglichkeiten und eröffnen neue Spielräume für eine passgenaue Förderung gezielt dort, wo Unterstützung besonders gebraucht wird, vor allem an den Sekundarschulen des Landes.“
Vielfältige Aufgaben im Unterricht und im Schulalltag
Pädagogische Unterrichtshilfen sind den Lehrkräften rechtlich gleichgestellt und übernehmen unterrichtliche und pädagogische Tätigkeiten.
Zu den unterrichtlichen Tätigkeiten zählen insbesondere die Mitwirkung bei der Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht, die Arbeit mit Lerngruppen oder einzelnen Schülerinnen und Schülern sowie der Einsatz in Vertretungssituationen. Außerdem wirken die pädagogischen Unterrichtshilfen an der Erstellung von Beurteilungen und Zeugnissen mit, begleiten schulische Veranstaltungen, Maßnahmen und Projekte sowie digitale Lernangebote.
Darüber hinaus sind die pädagogischen Unterrichtshilfen in den Ganztagsangeboten sowie im Modellprojekt Praxislerntage (PLT) eingebunden und übernehmen dort organisatorische, koordinierende und pädagogische Aufgaben.
Zu den pädagogischen Tätigkeiten zählen z. B. die Betreuung von Schülerinnen und Schülern in Phasen des Schultages, die nicht unterrichtlich gebunden sind, die Begleitung bei Unterrichtsgängen und Klassenfahrten und die Unterstützung bei der Zusammenarbeit der Schule mit den Eltern, mit anderen Schulen und Institutionen.
Qualifizierung als zentrale Grundlage
Die Einstellung erfolgt zunächst befristet für ein Jahr zur Erprobung mit dem Angebot der Entfristung nach erfolgreicher Bewährung. Begleitet wird der Einsatz durch eine verpflichtende, zweiphasige Qualifizierung.
Aktuell absolvieren die ersten 51 pädagogischen Unterrichtshilfen ein zweiwöchiges Basismodul in Präsenz am LISA, das in Didaktik, Methodik und schulische Abläufe einführt. Daran schließen sich mehrmonatige Aufbaumodule sowie weitere Professionalisierungsmodule mit insgesamt rund 130 Stunden im Erprobungsjahr an. Nach einer Entfristung folgen weitere Qualifizierungsangebote über zwei Jahre.
Bewerbungen jetzt möglich
Bewerben können sich unter anderem staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger, Hortnerinnen und Hortner sowie Fachkräfte mit vergleichbaren pädagogischen Abschlüssen (mindestens DQR-Niveau 6) und mindestens dreijähriger Berufserfahrung in der pädagogischen Arbeit.
Die Ausschreibung richtet sich ausschließlich an externe Bewerberinnen und Bewerber, die bislang nicht unbefristet im Schuldienst des Landes Sachsen-Anhalt tätig sind.
Bewerbungsschluss ist der 31. Januar 2026. Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online über das Stellenportal des Landesschulamtes Sachsen-Anhalt.
https://landesschulamt.sachsen-anhalt.de/personalgewinnung/paedagogische-unterrichtshilfen#c423232





