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Abschlussphase des Modellprojekts zur Unterrichtsorganisation in Sachsen-Anhalt: Flexible Lernmodelle zeigen Wirkung

Das Modellprojekt „Erprobung neuer Modelle zur Unterrichtsorganisation an den Schulen Sachsen-Anhalts“ („4+1 Modellprojekt“) tritt in seine abschließende Phase ein.

Seit dem Schuljahr 2022/2023 haben insgesamt 14 Schulen neue Wege der Unterrichtsgestaltung erprobt. Ziel war es, mehr pädagogische Freiräume zu schaffen, individuelle Lernprozesse zu stärken und Schule besser auf die Anforderungen einer sich wandelnden Gesellschaft auszurichten.

Bisher hat sich gezeigt: Flexible Unterrichtsmodelle können die Motivation der Schülerinnen und Schüler erhöhen, eigenverantwortliches Lernen fördern und praxisnahe Bildungsangebote stärken.

Die teilnehmenden Schulen setzten unterschiedliche Ansätze um, darunter projektorientiertes Lernen, digitale Lernformate, Praxislerntage in Kooperation mit Betrieben sowie Formate wie die „Ich-Werkstatt“. Letztere fördert insbesondere Schülerinnen und Schüler in herausfordernden Lebenslagen durch individuelle Angebote. Bei der Umsetzung des Modellprojekts wurden die Schulen u.a. von den im Landesinstitut für Schulqualität und Lehrkräftebeildung (LISA) angesiedelten Digitalassistentinnen und -assistenten sowie von pädagogischen Unterrichtshilfen unterstützt.

Zentrale Elemente der erfolgreichen Schulentwicklung waren unter anderem:

  • eigenverantwortliches Lernen und projektbasierter Unterricht,
  • stärkere Praxisorientierung und Berufsbezug,
  • flexible Zeitstrukturen im Schulalltag sowie
  • multiprofessionelle Zusammenarbeit und externe Kooperationen.

Erste Ergebnisse des Modellprojekts sind bereits verstetigt und wirksam: Duale Lernformen wie Praxislerntage sowie die Nutzung digitaler Lehr- und Lernformate wurden mittlerweile im Schulgesetz des Landes verankert und werden ausgebaut. Damit sind wesentliche Erkenntnisse aus dem Modellprojekt direkt in die Regelstrukturen des Bildungssystems eingeflossen.

Bildungsminister Jan Riedel: „Das Modellprojekt zeigt eindrucksvoll, wie viel Innovationskraft in unseren Schulen steckt. Flexible Unterrichtsmodelle eröffnen neue Chancen für individuelles Lernen und stärken wichtige Zukunftskompetenzen. Dass zentrale Elemente inzwischen im Schulgesetz verankert sind, unterstreicht die nachhaltige Wirkung dieses Vorhabens“.

Gestern kamen in Aschersleben die zehn im Modellprojekt aktiven Schulen zusammen, um sich über Erfahrungen und Best Practice auszutauschen.

Das Modellprojekt wird noch bis zum 31. Juli 2026 im verlängerten Erprobungszeitraum fortgesetzt. Eine weitere Schule führt die „Ich-Werkstatt“ mit externen Partnern, finanziert aus Ganztagsmitteln, eigenständig weiter.

Die finale Evaluation erfolgt nach dem offiziellen Ende des Modellprojekts.

Hintergrund

Das Modellprojekt geht zurück auf den Landtagsbeschluss Nr. 8/818. Wesentliches Anliegen war die Erprobung neuer Modelle zur Unterrichtsorganisation an den Schulen in Sachsen-Anhalt. Das Modellprojekt beinhaltete mehrere Modelle, das sog. 4+1-Modell hat sich erst im Verlauf der Projektphase entwickelt und kommt in mehreren Ausprägungen vor, die sich zum Teil noch unterscheiden oder miteinander verschränken.

Grußwort des Bildungsministers Jan Riedel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schülerinnen und Schüler,
geschätzte Lehrkräfte und Eltern,

mit Beginn meines Amtes als Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt übernehme ich eine verantwortungsvolle Aufgabe, der ich mit Respekt und Entschlossenheit begegne. Nach vielen Jahren als Schulleiter weiß ich, wie entscheidend gute Bildung für unsere Gesellschaft ist – und wie sehr sie vom Engagement aller Beteiligten lebt. Ich kenne die täglichen Herausforderungen, aber auch die täglichen Leistungen jeder und jedes Einzelnen.

Mein Ziel ist es, gemeinsam unsere Schulen weiter zu stärken und für Verlässlichkeit und Qualität in Schule und Ausbildung zu sorgen. Gute Bildung lebt vom Engagement der Akteure vor Ort, die wir stärken wollen – dafür stehe ich ein.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen, denen unsere Schulen, unsere Kinder und die Zukunft unseres Landes am Herzen liegen – und auf einen offenen, konstruktiven Dialog mit allen, die unsere Bildungslandschaft mitgestalten.

Jan Riedel
Minister für Bildung des Landes Sachsen-​Anhalt