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Abitur und Mittlerer Schulabschluss 2026: Stabile Leistungen und Anerkennung für alle erreichten Abschlüsse

Mit dem Ende des Schuljahres 2025/2026 schließen in Sachsen-Anhalt wieder Tausende junge Menschen einen wichtigen Abschnitt ihrer Bildungsbiografie erfolgreich ab.

Die Ergebnisse der Abschlussprüfungen zeigen insgesamt stabile Leistungen. Das Ministerium für Bildung würdigt sowohl die Leistungen der Abiturientinnen und Abiturienten als auch der Schülerinnen und Schüler, die den Mittleren Schulabschluss erworben haben. Beide Abschlüsse eröffnen vielfältige Bildungs- und Berufswege und sind Ausdruck von Leistungsbereitschaft, Ausdauer und persönlichem Engagement.

Bildungsminister Jan Riedel: „Ich gratuliere allen Schülerinnen und Schülern, die in diesen Tagen ihren Schulabschluss erreicht haben, ganz herzlich. Hinter jedem Abschluss stehen viele Jahre des Lernens, persönliche Herausforderungen und große Anstrengungen. Mein Dank gilt ebenso den Lehrkräften, den Schulleitungen sowie dem gesamten pädagogischen Personal, die die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg engagiert begleitet und unterstützt haben. Jeder erfolgreich erreichte Schulabschluss ist ein wichtiger Meilenstein und eröffnet jungen Menschen neue Perspektiven für ihren weiteren Lebensweg.“

Stabile, leicht verbesserte Ergebnisse beim Mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss)

Knapp 9.000 Schülerinnen und Schüler sind im Frühjahr 2026 angetreten, um den Mittleren Schulabschluss (Realschulabschluss) zu erlangen. In den drei Kernfächern Deutsch, Englisch und Mathematik zeigten sich dabei stabile Leistungen, teils mit positiven Entwicklungen.

So verbesserte sich die landesweite Durchschnittsnote im Fach Deutsch um 0,11 Notenpunkte. Auch im Fach Englisch gibt es eine positive Entwicklung: Hier verbesserte sich die Durchschnittsnote gegenüber dem Vorjahr um 0,25 Notenpunkte. Im Fach Mathematik wich das Ergebnis lediglich um 0,08 Notenpunkte vom Vorjahreswert ab und blieb damit weitgehend konstant.

Bildungsminister Jan Riedel erklärt: „Der Mittlere Schulabschluss ist der zahlenmäßig bedeutendste allgemeinbildende Schulabschluss in Deutschland und eröffnet hervorragende Perspektiven – sei es in einer dualen Ausbildung, an einer weiterführenden Schule oder auf anderen Bildungswegen. Unser Land braucht gut ausgebildete junge Menschen mit ganz unterschiedlichen Bildungsbiografien. Die Bedeutung dieses Abschlusses für die Fachkräftesicherung und die gesellschaftliche Teilhabe kann daher kaum überschätzt werden. Ich gratuliere allen Schülerinnen und Schülern herzlich, die diesen wichtigen Abschluss erreicht haben, und wünsche ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg.“

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Schuljahr

Prüfung Deutsch

Prüfung Englisch

Prüfung Mathematik

2023/2024

3,33

3,00

3,88

2024/2025

3,36

3,06

3,90

2025/2026

3,25

2,81

3,98

Aufgrund der positiven Resonanz auf die während der Covid-19-Pandemie eingeführten Intensivtage wurden diese auch in diesem Schuljahr wieder angeboten, um die Prüflinge gezielt auf die schriftlichen Prüfungen vorzubereiten.

Der Mittlere Schulabschluss bietet auch in diesem Jahr vielen Jugendlichen ein solides Fundament. Der Ausbildungsmarkt in Sachsen-Anhalt hält für sie vielfältige Chancen bereit.

Hintergrund

Anhand der vorliegenden Ergebnisse der schriftlichen Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss (MSA) lässt sich nicht ableiten, wie viele Schülerinnen und Schüler die Schule ohne den Erwerb des MSA verlassen haben. Im Gegensatz zur Hochschulreife wird beim MSA keine Gesamtabschlussnote vergeben.

Der MSA gilt als erworben, wenn die Schülerin oder der Schüler an der Abschlussprüfung teilgenommen hat und nach den Vorgaben der Versetzungsverordnung versetzt worden wäre. Die für den Abschluss maßgeblichen Leistungen setzen sich in den geprüften Fächern aus der Kombination von Jahres- und Prüfungsleistung zusammen. In den übrigen Fächern wird ausschließlich die Jahresleistung herangezogen.

Abitur 2026: Stabile Leistungen nach dem Spitzenjahr 2025

Sachsen-Anhalts Abiturientinnen und Abiturienten haben auch im Schuljahr 2025/2026 ein solides Ergebnis erzielt: Mit einem landesweiten Notendurchschnitt von 2,29 an den allgemeinbildenden Schulen bleibt das Abitur insgesamt auf dem guten Ergebnisniveau des Vorjahres (2,27).

Bildungsminister Jan Riedel: „Das Abitur ist ein anspruchsvoller Bildungsabschluss, der jungen Menschen vielfältige Wege in Studium, Berufsausbildung und Gesellschaft eröffnet. Wer diese Herausforderung erfolgreich meistert, hat sich diesen Erfolg mit Fleiß, Ausdauer und Leistungsbereitschaft erarbeitet. Hinter jedem Abitur stehen viele Jahre des Lernens, persönliche Entwicklung und die Unterstützung durch Eltern, Lehrkräfte und das gesamte schulische Umfeld. Zu diesem Erfolg gratuliere ich allen Abiturientinnen und Abiturienten herzlich. Ich wünsche ihnen für ihren weiteren Lebensweg viel Erfolg und die Zuversicht, die kommenden Herausforderungen mit Engagement und Verantwortung zu meistern.“

Von insgesamt 5.128 zur schriftlichen Prüfung zugelassenen Schülerinnen und Schülern konnten 4.759 das Abitur erfolgreich ablegen (92,8 %). Für 367 Schülerinnen und Schüler verliefen die Abiturprüfungen nicht erfolgreich. Damit liegt die Quote der nicht bestandenen Prüfungen bei 7,16 %.

135 Abiturientinnen und Abiturienten erreichten einen Notendurchschnitt von 1,0, während insgesamt 1.472 ein Abitur mit einer „1 vor dem Komma“ erzielten – davon 549 mit einem Durchschnitt von 1,4 oder besser.

Die Durchschnittswerte in den Kernfächern auf der 15-Punkte-Skala (beide Anforderungsniveaus kombiniert) lauten:

  • Mathematik: 6,87 Punkte (Vergleichswert der letzten fünf Jahre: 7,83)
  • Deutsch: 7,75 Punkte (Vergleichswert der letzten fünf Jahre: 8,09)
  • Englisch: 8,92 Punkte (Vergleichswert der letzten fünf Jahre: 8,92)

Die Entwicklung der vergangenen Abiturjahrgänge zeigt insgesamt ein hohes Maß an Kontinuität trotz zahlreicher systemischer Änderungen. Waren zunächst die Corona-Jahre mit den erforderlichen Anpassungen in den Abiturprüfungen prägend, haben sich inzwischen auch die neuen Prüfungsformate im ländergemeinsamen Aufgabenpool beim IQB etabliert. Zudem waren die seit 2022 geltenden Inhalte des Fachlehrplans bereits zum zweiten Mal Gegenstand der Prüfungen im Abitur 2026.

Die Ergebnisse im Fach Mathematik werden derzeit vom Ministerium für Bildung gemeinsam mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) eingehend analysiert. Ziel ist es, die Ursachen für die im Vergleich zu den vergangenen Jahren schwächeren Ergebnisse differenziert zu bewerten und daraus geeignete Konsequenzen für die Weiterentwicklung von Unterricht und schulischer Unterstützung abzuleiten.

Die während der Corona-Pandemie veränderten Lernbedingungen stellen dabei einen möglichen Erklärungsansatz dar. Insbesondere Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs 2026 haben wesentliche mathematische Grundlagen in den Schuljahrgängen 6 und 7 unter den besonderen Bedingungen der Pandemie erworben. Da Mathematik ein stark kumulativ aufgebautes Fach ist, können sich Lücken beim Erwerb grundlegender Kompetenzen auch in späteren Lernphasen auswirken. Zugleich werden weitere mögliche Einflussfaktoren untersucht, um ein umfassendes Bild der Ursachen zu gewinnen.

Weiterhin arbeitet das Ministerium für Bildung mit Hochdruck daran, eine datengestützte Qualitäts- und Unterrichtsentwicklung an den Schulen in Sachsen-Anhalt zu etablieren. Ziel ist es, Entwicklungen und Herausforderungen noch gezielter zu analysieren, Schulen bedarfsgerecht zu unterstützen und die Unterrichtsqualität kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Sachverhalt

Abitur 2024

Abitur 2025

Abitur 2026

zugelassene Prüflinge

5.121

4.988

5.128

bestanden

4.767

4.704

4.759

nicht bestanden

354

284

367

Quote nicht bestanden (in %)

6,91

5,69

7,16

Abiturdurchschnitt

2,27

2,27

2,29

Anzahl mit Bestergebnis 1,0

153

155

135

Anzahl bis 1,4

590

634

549

Anzahl unter 2,0

1.576

1.614

1.472

Grußwort des Bildungsministers Jan Riedel

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schülerinnen und Schüler,
geschätzte Lehrkräfte und Eltern,

mit Beginn meines Amtes als Minister für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt übernehme ich eine verantwortungsvolle Aufgabe, der ich mit Respekt und Entschlossenheit begegne. Nach vielen Jahren als Schulleiter weiß ich, wie entscheidend gute Bildung für unsere Gesellschaft ist – und wie sehr sie vom Engagement aller Beteiligten lebt. Ich kenne die täglichen Herausforderungen, aber auch die täglichen Leistungen jeder und jedes Einzelnen.

Mein Ziel ist es, gemeinsam unsere Schulen weiter zu stärken und für Verlässlichkeit und Qualität in Schule und Ausbildung zu sorgen. Gute Bildung lebt vom Engagement der Akteure vor Ort, die wir stärken wollen – dafür stehe ich ein.

Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen, denen unsere Schulen, unsere Kinder und die Zukunft unseres Landes am Herzen liegen – und auf einen offenen, konstruktiven Dialog mit allen, die unsere Bildungslandschaft mitgestalten.

Jan Riedel
Minister für Bildung des Landes Sachsen-​Anhalt