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Mediation in den Schulen Sachsen-Anhalts

Mediation heißt wörtlich "Vermittlung". Die Mediation kann durch speziell zu Mediatoren ausgebildete Schülerinnen und Schüler, durch externe Mediatoren oder durch ausgebildete Lehrkräfte (Multiplikatoren für Schulmediation) durchgeführt werden. In allen drei Fällen erfolgt eine praktische und theoretische Ausbildung.

Schulmediation hat eine klare Struktur, die Kinder aller Altersklassen erlernen können. Konflikte, die in Streit ausgeartet sind, werden durch einen Gesprächsablauf nach klaren Regeln so lange geklärt, bis die Streitenden bereit sind, sich zu verständigen. Dabei gibt es keine Verlierer, das kommt dem starken menschlichen Bedürfnis entgegen, Gewinner zu sein. Bei Kindern ist dies ein genau so ausgeprägtes Bedürfnis wie bei Erwachsenen.

Schüler–Mediation

  • ist ein Gespräch zwischen zwei Konfliktparteien mithilfe einer dritten neutralen Person, in der Schule sind es zwei Schlichter,
  • wird nach bestimmten Regeln durchgeführt,
  • ist keine Gerichtsverhandlung und kein Schiedsverfahren, es geht nicht um die Wahrheitsfindung, sondern um die jeweilige Sicht des Konflikts,
  • ist ein freiwilliges Gespräch, das der Klärung des Konflikts und der Suche nach gemeinsamen Lösungen dient,
  • strebt ein Ergebnis an, das für beide Parteien von Vorteil ist und
  • die Lösungen werden von den Streitenden erarbeitet.

Schüler-Mediation bedeutet ein Stück Selbstverantwortung im Schulalltag und kommt dem Drang der Kinder und Jugendlichen entgegen, Entscheidungen in gewissem Umfang selbst zu treffen. Die selbst gefundenen Lösungen sind in der Regel fair, pragmatisch und zukunftsorientiert. Sie werden akzeptiert und respektiert, weil es die eigenen sind, weil sie verständlich und passend sind.
Alle größeren und kleineren Streiterein zwischen Schülern, die tagtäglich die Aufnahmefähigkeit der Schülerinnen und Schüler sowie die Arbeit der Lehrkräfte behindern, können SchülerInnen selbständig schlichten. Schwere und kriminelle Delikte sind mit Schülermediation nicht zu bewältigen.

Was sind Schüler-MediatorInnen?

Schüler-MediatorInnen sind eigens dazu ausgebildete Jungen und Mädchen aller Altersklassen und Schulformen. Die Vorbereitung für diese Aufgabe erfolgt ganz nach den jeweiligen Bedürfnissen und Möglichkeiten einer Schule . Die Schüler lernen neutral zu bleiben, aktiv zuzuhören, Konflikte und ihre Hintergründe zu erkennen und Gespräche zu leiten. Sie treffen keine Entscheidungen – sie helfen ihren Altersgenossen im Schlichtungsgespräch selbst die für sie angemessenen Lösungen zu finden.

Welche Kompetenzen erwerben Schüler-Mediatoren?

  • Sprachliche Kompetenz: Sie lernen aktiv und passiv souverän mit der Sprache umzugehen, sie müssen sich präzise ausdrücken und genau zuhören. 
  • Persönliche Kompetenz: Sie werden selbstbewusst, weil sie etwas Positives für die Gemeinschaft beitragen. 
  • Soziale Kompetenz: Sie verstehen, wie Konflikte entstehen und üben, konstruktiv mit ihnen umzugehen. 
  • Hohe kommunikative Kompetenz: Sie beherrschen aktive Formen der Kommunikation: zuhören und sich klar und verständlich ausdrücken. 
  • Sie entwickeln die Bereitschaft, sich in andere hineinzuversetzen, Mitgefühl zu haben, mit den Schwächen und Nöten anderer um zu gehen. 
  • Verantwortungsbereitschaft: Sie übernehmen Verantwortung für sich und andere.

 

Auswirkungen auf die ganze Schule

  • Mediation dient allen Beteiligten: Erfahrungsgemäß führen fast alle Schlichtungen zu Vereinbarungen, die nicht nur die Schülerinnen und Schüler, sondern auch Lehrkräfte und Eltern zufriedenstellen. 
  • SchülerInnen lernen andere Formen von Verhalten im Umgang mit Konflikten. 
  • SchülerInnen sehen, dass Gleichaltrige die Fähigkeit erlernt haben und erleben sie als Vorbild 
  • Unter der Oberfläche brodelnde Konflikte, die sonst in den Unterricht getragen werden, werden gelöst und der Unterricht verläuft ruhig und konzentrierter. 
  • Die Lehrkräfte vertrauen darauf, dass die Schülerinnen und Schüler einen Bereich des Zusammenlebens selbst lösen können, das stärkt den Zusammenhalt zwischen Schülerinnen und Schülern sowie Lehrkräften. 
  • Schüler-Mediation ist Peergruppen-Arbeit. Die Arbeit mit Gleichaltrigen ist nach neuen Untersuchungen oft bedeutend wirkungsvoller als Interventionen von Erwachsenen.

Interessante Links

 

 

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@StriegSe @MarcoTullner Wir können diese Daten nicht erfassen. Die Gesundheitsämter schon, denn sie geben diese Daten an das RKI weiter. Nichts anderes hat @MarcoTullner eben erläutert.

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@seni_bl Es wurde ein neuer Erlass auf den Weg gebracht, der die Möglichkeit vorsieht, statt der Prüfungsstunden Fachgespräche zu führen. (Analog der Regelungen aus dem Frühjahr). Diese Möglichkeit besteht, wenn eine Prüfungsstunde nicht möglich ist! Details dann im Erlass.

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@seni_bl Danke. Immer gern.

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@seni_bl Suchen wir raus. Antwort kommt am Montag.

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@seni_bl Die Alternative gab es im vergangenen Frühjahr bei uns auch. Die Situation wird fortlaufend beobachtet und angepasst.

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@StriegSe Wir nehmen die Anregung auf und prüfen es. Für Kindertagesstätten ist allerdings das @Soziales_ST zuständig. @MarcoTullner

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RT @PrienKarin: Spannende neue Studie: Schulen haben sich nach den Sommerferien gerade nicht als Infektionstreiber erwiesen. Im Gegenteil…

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RT @kmkpad: Heute findet an der Landesschule Pforta in #SachsenAnhalt eine #ErasmusDays Videokonferenz mit Partnerschulen aus

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RT @AA_Weissenfels: #Berufsausbildung absolvieren und ein kleines #Kind oder #Angeh örige betreuen, wie soll das funktionieren?

 

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