Blog des Ministeriums für Bildung

Was macht ein Landesschülerrat? Interview mit Vorstandsmitglied Marcella Pach

01. November 2017 - Allgemein

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v.l.n.r.: Silke Stegemann (Geschäftsstellenleiterin LSR), Vorstände des LSR Selina Gosch, Michael Benecke (Vorsitzender), Marcella Pach, Maximilian Wozny

Marcella Pach ist 17 Jahre alt und wohnt in einem Dorf in der Nähe Halberstadts. Zurzeit besucht sie die elfte Klasse des Fachgymnasiums in Quedlinburg. Marcella ist seit 2015 Mitglied des Landesschülerrates und seit Januar 2017 Beisitzerin im Vorstand.

Neben Schule und Landesschülerrat engagiert sie sich in verschiedenen Projekten, die Politik und Jugendarbeit miteinander verbinden.  So ist sie Mitglied im Jugendteam des Projektes: "Europa geht weiter" der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung  e.V. (lkj) und im Jugendbeirat von GOEUROPE! – Europäisches Jugendkompetenzzentrum Sachsen-Anhalt. In der darüber hinaus  verbleibenden Freizeit tanzt Marcella im Karnevalsverein.

 

Marcella, was wäre, wenn es keine Schülervertretungen gäbe?

Ich halte Schülervertretungen für enorm wichtig, denn aus Erfahrungen kann man ein Stück weit die Schule so gestalten, dass sie für uns Schülerinnen und Schüler angenehmer wird, da sie eben auch die direkte Meinungsvertretung der Schülerschaft in Sachsen-Anhalt ist.

 

Zufällig oder zielstrebig: Wie kommt man zum Landesschülerrat?

Um in den Landesschülerrat gewählt zu werden, muss man zunächst erst einmal in den Kreisschülerrat gewählt werden, um danach eine Einladung zur Wahl der Mitglieder des Landesschülerrates zu bekommen. Selbstverständlich wird man bei dieser Wahl dann ganz demokratisch gewählt wird.

Natürlich sollten die persönlichen Voraussetzungen gegeben sein: Interesse und Engagement, sowie der Wille, für Viele etwas  erreichen zu können.

 

Welche sind die Schwerpunkte der Gremienarbeit?

Auf unseren Plenartagungen, die ca. alle 2 Monate stattfinden, positionieren wir uns oft zu Themen, die in der Bildungspolitik wichtig sind. Zudem planen wir verschiedene Projekte, wie zum Beispiel das Landesschülertreffen oder "Jugend im Landtag", in denen Jugendliche aus Sachsen-Anhalt die Möglichkeit haben sollen, ein Stück weit Politik und politische Arbeit für sich zu entdecken und sich weiterzubilden.

 

Was erreicht man?

Als Landesschülerrat hat man einen direkten Einfluss auf die Bildungspolitik - wir sind die Stimme der Schülerinnen und Schüler in Sachsen-Anhalt.

   

Was motiviert besonders? Was nervt?

Mich motiviert besonders der Zusammenhalt innerhalb des Gremiums. Nicht nur die Arbeit auf einem hohen Niveau, sondern auch die Personen dahinter, denn der Landesschülerrat ist für mich wie eine große Familie.

Leider ist man durch die Schule zeitlich eingeschränkt und ich habe auch schon oft erlebt, dass dieses Ehrenamt von vielen Lehrern nicht anerkannt wird, da sie gar nicht wissen, wie viel Arbeit dahinter steckt. Neben wichtigen Treffen, wie zum Beispiel Plenartagungen, Arbeitskreissitzungen oder Projektgruppentreffen, ist es manchmal sehr schwierig, wenn dazu noch der Schulstress kommt. Auf Dauer kann dies ziemlich anstrengend sein, aber im Endeffekt überwiegt für mich die Motivation.

 

Welche Themen bewegen Euch als Lobbyisten der Schülerschaft Sachsen-Anhalts momentan am stärksten?

Wir befassen uns im Moment stark mit Themen wie Unterrichtsversorgung, Schulsozialarbeit, Schulgesetzänderung und Förderschulen.

 

Welche Tipps für eine wirksame Schülervertretungs-Arbeit könnt Ihr geben?

 Es ist immer sehr wichtig, zielstrebig zu arbeiten, um zu schaffen, was man sich vornimmt. Ebenso spielt Durchsetzungsvermögen eine große Rolle.


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