Blog des Ministeriums für Bildung

Vorbereitung des Schuljahres 2017/18

10. Mai 2017 - Allgemein

Bildungsminister Marco Tullner im Landtag
Bildungsminister Marco Tullner spricht im Landtag Sachsen-Anhalt

Schon viele Monate vor Beginn des neuen Schuljahres beginnen hinter den Kulissen die Vorbereitungen für einen reibungslosen Start. Auch der Landtag von Sachsen-Anhalt beschäftige sich kürzlich mit der Schuljahresvorbereitung 2017/2018. Bildungsminister Tullner nutzte die Debatte um allen Lehrkräften für ihr tägliches Engagement zu danken. Er erklärte darauf, welche Maßnahmen das Ministerium und das Landesschulamt aktuell unternehmen, um ein stabiles Schuljahr zu organisieren. 

Seine Rede in Auszügen:

Ich möchte die Gelegenheit nutzen, um allen Lehrkräften und pädagogischen Mitarbeitern zu danken, die täglich mit hohen Engagement und Einsatz ihrem Beruf nachgehen und bei allen bestehenden Problemen dafür sorgen, dass in unseren Schulen täglich gute Arbeit geleistet wird. Die vielen Kolleginnen und Kollegen sorgen dafür, dass unsere wertvollste Ressource auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereitet wird. Herzlichen Dank dafür. 

Die Unterrichtsversorgung und die Absicherung des kommenden Schuljahres beschäftigten das Bildungsresort sehr intensiv. Bereits vor Ablauf des 1. Halbjahres des aktuellen Schuljahres wurde mit den Vorbereitungen begonnen. Die Prioritäten bei der Vorbereitung des Schuljahres 2017/18 liegen in drei Bereichen: 

  1. Neueinstellungen
    Nach mehr als 720 eingestellten Lehrkräften im Jahr 2016 werden wir konsequent die zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausschöpfen, alle weiteren verfügbaren Stellen auszuschreiben und zu besetzen. 370 Stellen wurden Ende April mit Einstellungsziel August 2017 ausgeschrieben. Mehr als 200 wurden bereits im Jahr 2017 besetzt. Darüber hinaus werden weitere Ausschreibungen im Spätsommer bzw. zu Beginn des Herbstes erfolgen, um weitere Referendare, die den Vorbereitungsdienst verlassen, zu binden.
  2. schulinterne Entlastungen
    Unsere Referendare werden künftig früher beginnen, eigenverantwortlich Unterricht zu halten. Das gibt auch den Ausbildungsschulen Freiraum. Erste Maßnahmen zum Abbau von Bürokratie und Berichtspflichten werden Schulleitungen und Lehrkräften Entlastung bringen. Klar ist, dass dieser Prozess noch an seinem Anfang steht. Bestehende Regelungen sollen hinterfragt werden, es wird den Mut geben, neue Dinge ausprobieren.
  3. effizienzsteigernde Maßnahmen
    Es gehört zu den Tatsachen, dass gerade im Grundschulbereich die Klassengrößen seit Jahren an vielen Schulen unter den Orientierungswerten zurückbleiben. Ziel der nun avisierten Maßnahmen ist es, die Effektivität des Mitteleinsatzes zu steigern ohne dabei die Qualität zu gefährden. Mir war wichtig, die Schulen nicht vor Ferienbeginn mit neuen Fakten zu überraschen, sondern sie rechtzeitig auf diesem Weg zu unterstützen. Bereits vor Wochen gab es daher erste Informationen in Form eines Schulleiterbriefs aus dem Ministerium für Bildung sowie einer individuellen Unterrichtung aus dem Landesschulamt. 
    Vor wenigen Tagen wurde damit begonnen, jede Schule auf dem Weg zur Vorbereitung des neuen Schuljahres zu beraten. Dieser Prozess wird den gesamten Mai in Anspruch nehmen. Im Anschluss werden wir, noch vor Schuljahresende, die Ergebnisse diskutieren und ggf. in Einzelfällen nachsteuern. 

Die Maßnahmen haben ein klares Ziel: die Absicherung einer konstanten und auskömmlichen Unterrichtsversorgung über das gesamte Schuljahr. Im Interesse der Schülerinnen und Schüler arbeiten wir aber derzeit an der soliden Vorbereitung des kommenden Schuljahres.

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