Blog des Ministeriums für Bildung

Robotik in Magdeburg: „Ein-Stein-Tüftler“ beim Regionalentscheid der First Lego League

10. Januar 2018 - Allgemein

MB
MB

Wer samstags in der Früh unterwegs ist, um bei einem Wettbewerb zuzuschauen, der ist z.B. bei den Spielen von Mannschaften eines Jahrgangs, die Ballsportarten ausüben. Je jünger die Spieler, desto größer die Begeisterung am Spielfeldrand. Bei der First Lego League ist das genauso – und doch irgendwie anders. Jeder Wettkampfsport lebt von Kontinuität: Die „Denksportler“ vom First-Lego-League (FLL)-Team des Albert-Einstein-Gymnasium Magdeburg nehmen seit 2009 regelmäßig an den FLL-Wettkämpfen teil. Auch hier tritt man als Mannschaft an, allerdings kann das Alter zwischen dem Jüngsten und dem Ältesten im Team auch mal fünf oder mehr Jahre differieren. Die „Ein-Stein-Tüftler“ sind eine Schularbeitsgemeinschaft des Albert-Einstein-Gymnasiums in Magdeburg für 9-16-Jährige. Es gibt regelmäßige Trainingszeiten: Die Tüftler treffen sich  immer zwei Stunden am Montagnachmittag. Und natürlich gibt’s den „Wettkampfbetrieb“. Der zielt nicht auf Tore, sondern auf ein Thema, die internationale Wettbewerbsaufgabe – und knifflige Teilaufgaben drumherum.  In diesem Jahr dreht sich alles um „Hydro DynamicsSM - Vorkommen, Nutzung, Lagerung und Bewegung von Wasser ergründen“. Das Team baut, testet und programmiert mit LEGO® MINDSTORMS einen vollautomatischen Roboter, der im Robot Game des Wettkampfes knifflige Missionen meistern muss. Auch das Robotdesign wird später bewertet. Die Teams eignen sich im Laufe der Wettbewerbsvorbereitung wichtige soziale Kompetenzen und Problemlösefähigkeiten an. Auch die werden übrigens beim Regionalentscheid geprüft.

Ein besonderes Wettkampferlebnis

Die First Lego League dauert von August bis Januar, wobei die Zeit bis Dezember der Vorbereitung auf das Wettkampfgeschehen ab Januar dient. Der Wettkampfzeitraum verlängert sich, wenn man auf überregionaler Ebene antreten darf. Ein klein wenig träumt jeder Teilnehmer sogar von Weltmeisterschaften, denn FLL bedeutet Wettkampf im globalen Maßstab, für die WM qualifiziert man sich über die regionalen und nationalen Meisterschaften.  Wer große Ziele hat, der muss manchmal auch das Wochenende opfern. Und der braucht einen Coach. Die Einstein-Tüftler haben gleich drei, die die Vorbereitung auf den Wettkampf begleiten – immer ehrenamtlich und mit enormer Expertise. Der Wettkampf selbst ist ein bisschen Wettkampf mit und gegen andere Teams, wenn es im Robotgame auf zwei parallelen Tischen bis zum Finalduell darum geht, möglichst alle Aufgaben zu lösen und viele Punkte zu sammeln. Dann ist der Wettkampf immer auch Kampf gegen die Nerven und ein Test der Konzentrationsfähigkeit, wenn man das eigene Forschungsvorhaben in einer präzisen 5-Minuten-Präsentation der Fachjury vorstellt.

Denksportler sind Teamplayer

Beim FLL-Regionalentscheid am 13.01.2018 an der Uni Magdeburg waren 19 Teams beteiligt.  Ausgerichtet wurde er von der Informatik-Fakultät gemeinsam mit der Hochschule Merseburg, der ZPVP-GmbH und dem Verein „Hands on Technology“. Ganz wichtig im Kreis der Unterstützer ist Q-fin: Das Unternehmen hat sich große Verdienste um die Robotik in Kitas bis zu den Gymnasien erworben und stellt beim Regionalentscheid Coaches, Wettkampfrichter und Jury-Mitglieder.

Rückblick der Ein-Stein-Tüftler

„Der Wettkampf lief super. Die Forschungspräsentation lag in der Zeit und ist gut bei der Jury angekommen. Robotdesign lief auch besser als letztes Jahr. Teamwertung hat mit dem Teamspiel wieder Spaß gemacht. Das Robotgame hat sehr gut angefangen, obwohl wir noch nicht das Maximum unserer Punkte rausgeholt haben. Wir hätten noch Potenzial für gute 80 Punkte gehabt. Nach den Vorrunden lagen wir auf dem zweiten Platz. Allerdings hatten wir einen technischen Defekt, sodass wir schon im Viertelfinale nicht weitergekommen sind. Am Ende lagen wir in der Forschungspräsentation auf dem 2. Platz und beim Robotdesign auf dem 3. Platz. Durch die Vorrundenplatzierung im Robotgame haben wir in dieser Wertung auch viele Punkte mitgenommen. Am Ende sind unter den ersten drei in der Gesamtwertung gelandet. Somit fahren wir zum Semifinale nach Dresden. Vorher müssen wir aber noch einige Sachen optimieren.“ http://www.ein-stein-tueftler.de/teamarbeit2017.html, Abrufdatum: 15.01.2018

Rückblick eines Jurymitglieds

Spätestens als der ‚Fernsehmann‘ das Unfallgeschehen von der Autobahn gemeldet hatte und kurz darauf das ‚Feuerlöschdrohnenmodell‘ über meinen Kopf zum virtuellen Unfallgeschehen hinwegschwebte, war ich schwer beeindruckt. Die Präsentation der Ein-Stein-Tüftler ist ein Feuerwerk guter Einfälle, nicht auf Effekt getrimmt, sondern auf die Umstände eines Geschehens, aus dem sich der Forschungsauftrag sinnfällig entwickelt. Alle Mitglieder des Teams sind eingebunden und machen ihre Sache sehr gut. Als einer der Jüngsten in Feuerwehr-Uniform die Experten vorstellte, die man bei der Vorbereitung konsultiert hatte und nüchtern sagt: „Ach ja. Mit mir haben wir auch gesprochen“, da denke ich: ‚Das wirst Du nie mehr vergessen.‘ Denn hier zeigt sich, was ein solcher Wettbewerb leistet. Er vermittelt Selbstbewusstsein. Denn hier steht jemand und zeigt: Wir haben was zu sagen. Das, was wir herausgefunden haben, ist wichtig, kann eine Problemlösung sein. Und das, was wir sagen und wie wir das tun, kann andere inspirieren.  

Der lang anhaltende Beifall von Jury, Coaches, Eltern und Fans nach der Präsentation und bei der Siegerehrung, dazu Pokal und Urkunden sind der gerechte Lohn dafür.

1 Kommentare


rggw

20. April 2018

dfgsrgs


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