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Akteurinnen und Akteure aus Schule, Jugendhilfe und Netzwerkstrukturen tauschten sich bei der Fachwerkstatt „Neu im Programm. Mitten im Netzwerk.“ aus

Wie können Kinder und Jugendliche frühzeitig unterstützt, Bildungswege stabilisiert und Schulabbrüche vermieden werden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Fachwerkstatt „Neu im Programm. Mitten im Netzwerk.“ im Rahmen des ESF+-Programms „Schulerfolg sichern“. Die Veranstaltung brachte Fachkräfte aus Schule, öffentlicher und freier Jugendhilfe sowie aus regionalen und landesweiten Unterstützungsstrukturen zusammen.

Im Fokus der Fachwerkstatt standen der fachliche Austausch, das Kennenlernen der Programmstrukturen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Zusammenarbeit. Besonders angesprochen waren Fachkräfte, die neu in das Programm eingestiegen sind oder bislang nur punktuelle Berührungspunkte mit einzelnen Programmbereichen hatten. Gleichzeitig bot die Veranstaltung langjährig tätigen Akteurinnen und Akteuren die Möglichkeit, ihre Erfahrungen einzubringen und Impulse für die eigene Praxis mitzunehmen.

Bildungsstaatssekretär Jürgen Böhm unterstrich die Bedeutung des Programms für Sachsen-Anhalt: „Das Programm ‚Schulerfolg sichern‘ ist seit vielen Jahren ein wichtiger Bestandteil der Bildungs- und Präventionsarbeit in Sachsen-Anhalt. Es verbindet Schule, Jugendhilfe und weitere Partner und unterstützt damit Strukturen, in denen Kinder und Jugendliche mit ihren individuellen Lebens- und Unterstützungslagen im Mittelpunkt stehen.“

Anhand von Praxisbeispielen aus Schulen, den regionalen Netzwerkstellen für Schulerfolg und der landesweiten Koordinierungsstelle wurde deutlich, wie Zusammenarbeit im Alltag gelingen kann. Die Teilnehmenden erhielten Einblicke in die verschiedenen Ebenen des Programms und diskutierten, wie die einzelnen Bausteine ineinandergreifen: Schulsozialarbeit, regionale Vernetzung und landesweite Koordinierung tragen gemeinsam dazu bei, junge Menschen in herausfordernden Lebenssituationen zu begleiten und ihnen faire Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsweg zu eröffnen.

Ein besonderer Schwerpunkt der Fachwerkstatt lag auf dem Thema Schulabsentismus. Dabei wurde deutlich, dass die Gründe für schulabsentes Verhalten vielfältig sind und sowohl im schulischen als auch im persönlichen, familiären und sozialen Umfeld liegen können. Umso wichtiger sind frühzeitige Unterstützung, verlässliche Ansprechpersonen und abgestimmtes Handeln zwischen Schule, Jugendhilfe und weiteren Beteiligten. Wissenschaftliche Impulse und regionale Praxisansätze zeigten auf, wie unterschiedliche Akteurinnen und Akteure gemeinsam dazu beitragen können, schulabsentem Verhalten wirksam zu begegnen.

Auch die europäische Dimension des Programms wurde im Rahmen der Veranstaltung sichtbar. „Schulerfolg sichern“ ist eines von zwei Vorhaben von strategischer Bedeutung des Landes Sachsen-Anhalt im Europäischen Sozialfonds Plus. Die Einstufung erfolgt auf Grundlage der Verordnung (EU) 2021/1060. Als größtes ESF+-Programm des Landes leistet „Schulerfolg sichern“ einen wichtigen Beitrag zu sozialer Inklusion, Chancengerechtigkeit und Bildungsteilhabe.

Begleitet wurde die Fachwerkstatt durch die EU-Verwaltungsbehörde sowie eine Vertreterin der Generaldirektion Beschäftigung, Soziales und Integration der Europäischen Kommission. Damit wurde auch die Bedeutung des Programms im europäischen Kontext hervorgehoben.

Die Fachwerkstatt verstand sich nicht nur als Informationsveranstaltung, sondern vor allem als Raum für Begegnung, Vernetzung und gemeinsamen fachlichen Austausch. Deutlich wurde, dass Schulerfolg eine gemeinsame Aufgabe ist. Er gelingt besonders dort, wo Schule, Jugendhilfe und weitere Partner Verantwortung übernehmen, kontinuierlich zusammenarbeiten und ihre Kompetenzen miteinander verbinden.